Eckart Rosenberger erhält das Bundesverdienstkreuz


Markus Müller (Präsident Architektenkammer), Staatssekretär Siegfried Lorek, Eckart Rosenberger und OB Gabriele Zull.Er hat die Stadtplanung deutschlandweit geprägt, hat Maßstäbe bei der Bauqualität gesetzt, ist heute noch anerkanntes Jurymitglied und war der erste Baubürgermeister Fellbachs: Dr. Eckart Rosenberger. Der 80jährige promovierte Architekt wurde in der vergangenen Woche im Großen Saal des Fellbacher Rathauses mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Zur Feierstunde waren neben Staatssekretär Siegfried Lorek, Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg und Oberbürgermeisterin Gabriele Zull auch Staatsrätin Barbara Bosch so wie viele Weggefährten des umtriebigen Stadtplaners gekommen.

„Es gibt wahrscheinlich nur wenige, die in Baden-Württemberg und in Deutschland so viele sichtbare Spuren hinterlassen haben“, erklärte Staatssekretär Siegfried Lorek in seiner Laudatio. Nach seinem Studium im amerikanischen Princeton wurde Eckart Rosenberger 1976 Stadtplaner in Fellbach, bevor er 1977 zum ersten Baubürgermeister der Kappelbergstadt gewählt wurde. Die Schaffung dieser neuen Stelle war „Ausdruck der zunehmend bedeutenden Rolle, die der Gestaltung unserer Städte und Gemeinden, bei der Schaffung lebenswerter und nachhaltiger urbaner Räume zukommt“, stellte Oberbürgermeisterin Zull fest. Dies sei auch das Lebensthema von Eckart Rosenberger. Der Fellbacher stehe nach wie vor für qualitätsvolles Bauen im öffentlichen Raum, die Förderung von Fachleuten in der öffentlichen Bauverwaltung und eine vorrausschauende Stadtplanung. Rosenberger etablierte die Stadtplanung als vierte Fachrichtung in der baden-württembergischen Architektenkammer, der er 1979 beitrat und deren Vizepräsident er über 20 Jahre war.

Der Architekt Rosenberger „war nie auf nur eine Rolle beschränkt“, so Markus Müller. Durch seinen Gestaltungswillen und seine Offenheit verkörperte er die Aufbruchstimmung der 70ger Jahre, hatte aber immer auch ein Auge für Kulturgüter. Er bewies sich nicht nur als Baubürgermeister, sondern auch als Mitinhaber eines Architekturbüros, wurde als erster Architekt 2002 in das Kuratorium der Denkmallstiftung gewählt und revolutionierte das Versorgungswerk der Architekten. Mit seinem Einsatz für Wettbewerbe bei öffentlichen Ausschreibungen setzte er Maßstäbe für mehr Qualität in den Städten – weit über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus. Bis heute ist er als Jurymitglied in diesen Wettbewerben ein gefragter Fachmann.

Eckart Rosenberger hat nicht nur Fellbach mit dem Rathaus, der Stadtbibliothek und vielen anderen Bauwerken mitgeprägt, sondern bei über 100 Architektenwettbewerben meist als Vorsitzender mitgewirkt. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass Kulturdenkmäler erhalten und saniert wurden und ist bis heute ein Mahner für mehr Bauqualität im öffentlichen Raum – für seinen Einsatz im Bereich Architektur, Stadtplanung und Denkmalpflege ist der passionierte Flieger und leidenschaftliche Architekt Dr. Eckart Rosenberger mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.