Große Zustimmung für die dritte Amtszeit


Mit 22 Stimmen wurde die 57-jährige Beatrice Soltys am Dienstag, 19. März, im Gemeinderat wieder zur Bürgermeisterin gewählt. Nachdem ein zweiter Bewerber zurückgezogen hatte, war die seit dem Jahr 2008 in Fellbach als Baubürgermeisterin tätige Soltys die einzige Kandidatin. Die Architektin und Stadtplanerin stellte sich nach 16 Jahren zum dritten Mal zur Wahl. Ihr Aufgabengebiet umfasst alle Bauthemen von der Stadtplanung und -entwicklung über den Hoch- und Tiefbau bis zum Baurecht.

In ihrer Bewerbungsrede gab Beatrice Soltys einen kurzen Einblick auf die Projekte in den vergangenen Jahren. Die Belebung der Ortszentren sei ein langfristiges Stadtentwicklungsprojekt, das dem Gemeinderat, der Oberbürgermeisterin und ihr äußerst wichtig sei. Die abgeschlossene Neugestaltung der Mitte Schmidens „war dabei ein Herzensprojekt“ aber auch ein persönlicher Kraftakt, der neben der alltäglichen Arbeit gestemmt werden musste. Die Aufwertung des Bahnhofsareals mit dem Neubau der Volkshochschule, die Umsetzung der Wohnbauoffensive oder auch der Bau der zahlreichen Kindertagesstätte und der Maicklerschule prägten die vergangenen Jahre. Bei der Schaffung von Wohnraum wurden Baulücken geschlossen und der Fokus habe darauf gelegen, Wohnraum für alle zu schaffen. Als gelungenes Beispiel der Wohnraumoffensive nannte Soltys unter anderem die Bebauung des ehemaligen Hallenbad-Areals.

Die Wohnbauoffensive sei bewusst mit einer Grünstrategie gekoppelt. „Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind heute keine ‚Kann-Gebote‘ mehr“, stellte Beatrice Soltys fest. Überhaupt gäbe es im Bereich Bauen eine deutliche Zäsur. Neben der Frage, wie eine Stadt klimaresilient aufgestellt werden könne, seien die Bauvorschriften immer restriktiver geworden, während die Kosten heute kaum noch Spielräume ließen. In diesem Zusammenhang eine Stadt für Familien und Wirtschaft attraktiv weiterzuentwickeln, sei anspruchsvoll. Mit dem IBA’27 Projekt wolle Fellbach auf genau diese Fragen Antworten finden. „Wir haben uns wichtigen Aufgaben der Zukunft gestellt, beispielsweise wie großflächige versiegelte Bestandsgewerbegebiete nachhaltig ertüchtigt werden können oder auch wie die Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe in unserem hochverdichteten Ballungsraum aussehen könnte.“

Ein wichtiger Arbeitsbereich einer Baubürgermeisterin liege in der Kommunikation. Baurecht und Bauvorschriften müssten bei großen Projekten genauso erklärt werden, wie bei individuellen Bauvorhaben. Nicht immer führten diese Gespräche zu zufriedenen Gesichtern. Bürgerbeteiligungen bei der Neugestaltung der Ortszentren gehörten zum Arbeitsalltag genauso wie Einzelgespräche. Bei ihrer täglichen Arbeit stütze sich Soltys auf ihre Fachämter sowie die gute kooperative Zusammenarbeit im Rathaus. Die Sportsfrau sicherte zu, sich weiter sehr engagiert für Fellbach einzusetzen und bedankte sich in ihrer Rede für das Vertrauen, dass ihr im Gemeinderat sowie von Oberbürgermeisterin Zull entgegengebracht werde.

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